Franzis UKW Radio – Adventskalender 2017

Tag 1

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Anstatt Schokolade gab es in diesem Jahr einen “UKW-Radio” – Adventskalender. Das ist doch genau das richtige Projekt für einen Funkamateur. Also ausgepackt und losgelegt. Wie auf der Packung bereits vermerkt, benötigt man zusätzlich zum Kalender noch 2 x AA Batterien. So etwas sollte ja in den meisten Haushalten zu finden sein. Ansonsten einfach welche aus der Fernbedienung nehmen, weil man sich ja nun anstatt TV mit einem Radio beschäftigen kann. Also, los geht’s mit Tag 1:

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Hinter der ersten Tür verbirgt sich ein Lautsprecher. Kurz an die Batterie gehalten, lässt er sich ein deutliches Knacken entlocken. Mit Radioempfang hat das noch nicht viel zu tun, aber ohne Lautsprecher geht später vermutlich gar nichts, also ist das doch ein guter Anfang.

Tag 2

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Die Spannung steigt. Zumindest im physikalischen Sinne. Hinter der 2. Tür verbirgt sich ein Batteriehalter für 2 AA Zellen. Damit lässt sich nun ohne verknotete Finger eine Spannung von 3 Volt an den Lautsprecher legen. Das knacken ist nun deutlich lauter als am Tag zuvor. Wie jedes Bastelprojekt geht es wohl zunächst erst einmal darum, die nötigen Teile zusammenzusammeln. Warten wir also gespannt auf den nächsten Tag.

Tag 3

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Am dritten Tag des Franzis UKW Radio Adventskalenders fällt die Spannung zunächst einmal wieder ab. Und zwar über einem Widerstand mit dem Wert 1 Kiloohm. Dieser reduziert den Strom durch den Lautsprecher und das knacken wird wieder leiser. Von Musikgenuss kann man noch nicht wirklich sprechen, aber ich gehe davon aus, dass der Widerstand uns später noch wertvolle Dienste leisten wird.

Tag 4

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Am 4. Tag kommt das vermutlich wichtigste Hilfsmittel für das Radio: Eine Steckplatine. Darauf lassen sich Testschaltungen sehr leicht aufbauen. Wichtig ist, dass man den Aufbau der Steckplatine genau versteht. In der Anleitung werden ein paar Tipps zum Umgang mit der Steckplatine gegeben. Was leider fehlt ist eine Beschreibung des inneren Aufbaus. Vielleicht wird das ja noch nachgeholt. Aufgebaut wird heute die Schaltung vom Tag zuvor, allerdings diesmal nicht mit fliegenden Drähten, sondern einigermaßen robust zusammengesteckt. Auch heute gibt es wieder nur ein dezentes Knacken aus dem Lautsprecher.

Tag 5

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Hinter der 5. Tür verbirgt sich ein kleines Bündel Schaltdraht. Damit soll ein einfacher Schalter gebaut werden. Dazu werden kleine Stücke Draht abgeschnitten und vollständig abisoliert. Ein Draht wird in die + Schiene der Steckplatine gesteckt. Das andere Ende bleibt frei beweglich. Eine weitere Drahtbrücke dient als Gegenstück, so dass das bewegliche Drahtende dagegen gedreht werden kann, um den Kontakt zu schließen.

Ein weiteres Drahtstück wird als Zugentlastung empfohlen. Da die Enden des Batteriehalters (und des Lautsprechers) sehr empfindlich sind, sollte man den Hinweis mit der Zugentlastung beachten und die Drähte nicht jeden Tag neu stecken. In meiner Schaltung habe ich noch einen “Hauptschalter” eingebaut. Dazu schließe ich den Batteriehalter nicht direkt an der + Schiene an, sondern in der ersten Spalte. Es führt dann eine kleine Drahtbrücke nach oben zur + Schiene. Diese Brücke kann nach den Experimenten einfach gezogen werden und die Schaltung ist Spannungsfrei.

ACHTUNG: Den Minus-Anschluss des Batteriehalters unbedingt ganz nach unten in die – Schiene stecken und keinesfalls auch in die erste Spalte. Durch die Zugentlastung wurde eine Verbindung von oben nach unten hergestellt und man würde einen perfekten Kurzschluss aufbauen. Die Batterie würde dann nicht bis zum 24. durchhalten.

Tag 6

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Am heutigen Nikolaustag versteckt sich eine rote LED hinter dem Türchen. Diese soll später als Betriebsanzeige für das Radio dienen. Dem Lautsprecher kann man damit auch heute wieder nur ein leises Knacken entlocken. Es scheint, als ob man sich für einen vorweihnachtlichen Musikgenuss noch ein bisschen gedulden muss. Aber wichtig sieht die Schaltung schon mal aus.

Tag 7

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Hinter dem 7. Türchen erwartet uns heute ein Elektrolytkondensator (Elko) mit einer Kapazität von 100 Mikrofarad. Die Warnhinweise zur richtigen Polung sollte man ernst nehmen. In der Schaltung des heutigen Tages bewirkt der Kondensator ein deutlich lauteres Knacken beim Schließen des Schalters. Mit etwas Rhythmusgefühl lässt sich damit zumindest schon einmal ein vorweihnachtlicher Beat zaubern. Aber das geht bestimmt im Laufe der nächsten Tage noch besser. Lassen wir uns überraschen. Wer sich an meinen Hinweis mit dem “Hauptschalter” gehalten hat, wird beim Ausschalten bemerken, dass die LED nicht sofort, sondern ein wenig langsamer ausgeht. Dafür ist natürlich auch der Kondensator verantwortlich.

Tag 8

Die erste Woche mit dem UKW-Radio Adventskalender ist um. Hinter der achten Tür verbirgt sich (*Trommelwirbel*): Ein Kondensator! Im Gegensatz zu gestern handelt es sich um einen Keramikkondensator mit deutlich niedrigerer Kapazität als gestern. Die Schaltung selbst ist die gleiche, wie die vom Vortag, nur der Kondensator wird ausgetaucht und wie in der Anleitung beschrieben, wird das Knacken dadurch deutlich leiser. Langsam hat es aber genug geknackt. Es wird Zeit für ein bisschen Radio.

Tag 9

Hinter der 9. Tür verbirgt sich endlich das wichtigste Bauteil des Kalender: Die FM Platine BK1068. Dabei handelt es sich um eine winzige Platine mit 8 Beinchen und enthält alles, was man für den Radioempfang benötigt. Leider gibt es keinen Hinweis auf das Datenblatt auch auch keine weitere Erklärung, was sich im Inneren befindet und wie das ganze tatsächlich funktioniert. Die Schaltung selbst ist in der Anleitung relativ kompliziert dargestellt. Ich habe es nach dem Schaltplan aufgebaut und konnte ein paar Drahtbrücken einsparen. Wie in der Anleitung beschrieben, hört man zunächst ein leises Rauschen und nach kurzem Schließen der Scan-Taste ertönt der erste Radiosender aus dem Lautsprecher. Dabei kamen alle bisher gesammelten Bauteile zum Einsatz.

Tag 10

Hinter dem 10. Türchen des UKW-Radio Adventskalenders befindet sich ein Taster. Vorbei ist also die Zeit der blanken Drähte. Der Taster verbindet heute den Scan-Eingang mit dem Plus-Pol der Spannungsquelle. Damit wird durch einen Druck auf den Taster die nächst höhere Frequenz gesucht. Die Schaltung ist damit noch ein bisschen einfacher geworden. Wie bereits in meiner Schaltung von gestern habe ich 2 weitere Vereinfachungen eingebaut. Der Widerstand geht direkt von der Plusschiene auf den unteren Teil des Steckbrettes und die LED von da dann direkt auf die Minusschiene. Das entspricht eher dem Schaltplan und spart schon mal eine Drahtbrücke. Den 100nF Kondensator verbinde ich auch direkt mit der Minusschiene ohne den Umweg auf die GND Leiste des Radio-Modules. Das spart zwar keine Drahtbrücke, Sieht aber ordentlicher aus.

Übrigens gehört seit gestern auch Burkhard Kainka (DK7JD) zu den Lesern meiner kleinen Blog-Reihe über den Adventskalender. Burkhard hat den Kalender (wie auch zahlreiche andere in den letzten Jahren) entwickelt und betreibt auf seiner Seite www.elektronik-labor.de eine Hilfeseite für die Kalender. Dort ist auch mein Blog verlinkt, worüber ich mich sehr freue. Also: Vielen Dank, Burkhard für die tolle Idee und das kleine Bastelprojekt zur Weihnachtszeit.

Die Webseite elektronik-labor.de ist übrigens auch eine tolle Fundgrube für unzählige kleinere und größere Bastelprojekte aus dem Bereich der Elektronik.

Tag 11

Hinter der 11. Tür befindet sich ein weiterer Widerstand. Diesmal mit 4.7 kOhm. An der Schaltung des Radios ändert sich heute nichts. Allerdings wird der Widerstand an der LED ausgetauscht, so dass sie weniger stark leuchtet. Ich habe die Schaltung noch etwas verändert und kann bei mir zwischen heller und dunker LED umschalten. Quasi eine Tag-Nacht-Schaltung. Dazu habe ich beide Widerstände parallel in das Steckbrett gesteckt und kann mit einer blanken Drahtbrücke zwischen beiden hin- und herschalten. Lasse ich die Drahtbrücke in der Mitte zwischen beiden Widerständen, ist die LED ganz aus. Wie in der Anleitung beschrieben werden später beide Widerstände für andere Funktionen gebraucht.

Ich habe versucht, meine Version der Schaltung hier in einem Schaltplan darzustellen. Für die Zeichnung kam das OpenSource Projekt fritzing zum Einsatz, welches sowohl das Zeichnen von Schaltplänen als auch die Darstellung von Schaltungen auf dem Steckbrett (und noch vieles andere) erlaubt,. Das Programm steht für Windows, Linux und Mac zur Verfügung.

Noch ein kleiner Tipp zu Fritzing:
Unter Ubuntu startet Fritzing mit einer viel zu großen Auflösung und ist nicht wirklich benutzbar. Man muss das Programm mit einer zusätzlichen Umgebungsvarbiablen starten, um das Problem zu umgehen:
QT_AUTO_SCREEN_SCALE_FACTOR=0 ./Fritzing

Tag 12

Heute ist Halbzeit im UKW-Radio Adventskalender. Zur Feier des Tages gibt es einen weiteren Taster hinter der 12. Tür. Damit lässt sich nun eine Scan-Up und eine Scan-Down Funktion bauen.Dazu wird ein Taster gegen Plus und der andere gegen Minus geschaltet. Ausführlich wird in der Anleitung erklärt, warum das funktioniert. Auch an Tollpatsche wie mich wird gedacht: Würde man beide Taster gleichzeitig drücken, könnte man einen Kurzschluss verursachen. Mit einem Widerstand zwischen beiden wird das erfolgreich verhindert.

Tag 13

Weiter geht's im UKW-Radio-Bastel-Advent. Hinter der 13. Tür versteckt sich ein weiterer Widerstand. Mit diesem machen wir die LED wieder etwas heller. Außerdem wird eine Spule gewickelt, die zwischen Antenne und dem Minus-Pol geschaltet wird, um den Empfang zu verbessern. Eine hörbare Verbesserung des Empfangs konnte ich nicht feststellen, aber die meisten Sender kommen hier auch mit der vorherigen Antenne sehr start rein. An dieser Stelle hätte ich mir eine etwas ausführliche Erklärung gewünscht, warum die Spule den Empfang verbessern soll. Aber vielleicht lässst sich ja hier in den Kommentaren eine Erklärung dafür finden. Schließlich sind wir ja alle Funkamateur und sollten es wissen :-D

Tag 14

Hinter der 14. Tür kommt ein weitere Widerstand zum Vorschein. Geht es eigentlich nur mir so, dass die Türen sehr schwer aufzubekommen sind? An der Schaltung selbst ändert sich heute nichts. Nur der Widerstand zwischen den beiden Tastern, der als Kurzschluss-Sicherung dient wird durch einen höheren Wert ersetzt. Vermutlich müssen nun erst ein paar Bauteile gesammelt werden, um die nächste Ausbaustufe der Schaltung zu erreichen. Lassen wir uns überraschen.

Gestern hat der Autor, Burkhard, einen interessanten Kommentar zur Funktion der Spule unter meinen Beitrag geschrieben. Den kann man hier nachlesen. Vielen Dank dafür!.

Tag 15

Der Tag beginnt mit einem weiteren Kondensator. Dieser dient heute dazu, schnelle Spannungsänderungen, zum Beispiel durch Hochfrequenz-Störspannungen abzufangen. In der Anleitung steht, dass man in den meisten Fällen keinen Unterschied bemerkt, da die Empfänger-Platine bereits einen Kondensator enthält. Ich gehöre offensichtlich zu den meisten Fällen, da auch bei mir kein Unterschied festzustellen ist. Vielleicht gibt es zum Wochenende ja mal wieder ein Bauteil, womit man einen Unterschied feststellen kann :-) Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Freitag und einen guten Start ins Wochenende!

Tag 16

Hinter Tür Nummer 16 verbirgt sich ein Verstärker. Dieser erfordert heute größere Umbauarbeiten an der Schaltung. Gut, dass Wochenende ist. Mir ist es gelungen, die Schaltung mit noch ein paar weniger Drahtbrücken aufzubauen. Das ist in der Anleitung manchmal unnötig kompliziert gesteckt. So wie die Schaltung heute aufgebaut ist, verstärkt sie noch nicht. Das ist vielleicht auch gar nicht schlecht, da es bis jetzt noch keine Möglichkeit zur Lautstärken-Regulierung an der Schaltung gibt. Aber ich bin mir sicher, dass sich das bald ändern wird.

Tag 17

Pünktlich zum 3. Advent gibt es ein Bauteil mit 3 Beinchein: Ein Transistor. Mit diesem soll ein Berührungsschalter für die Lautstärke eingebaut werden. Dazu muss zunächst ein bisschen Platz auf dem Steckbrett geschaffen werden. Auch hier habe ich die Schaltung ein bischen optimiert und platzsparender aufgebaut. Gar nicht so einfach mit meinen Wurstfingern. Eine Pinzette kann dabei helfen. Als Berührungsschalter dienen 2 blanke Drähte, die dicht nebeneinander gesteckt werden. Beim Berühren fließt etwas Strom duch den Finger und löst eine Lautstärkeänderung aus. Leider wird das Radio dadurch leiser, so dass der Spaß schnell vorbei ist (bis man das Radio kurz vom Strom trenn und wieder anschließt. Das wird sich sicherlich bald ändern. Ich wünsche meinen Lesern einen schönen 3. Advent

Tag 18

Die letzte Woche vor Weihnachten hat begonnen. Wie fast an jedem Montag muss man einen gewissen Widerstand überwinden, um das Haus zu verlassen. Und genau ein solcher Widerstand befindet sich auch hinter der 18. Tür. Damit machen wir aus dem Verstärker endlich einen Verstärker. Die Musik aus dem Radio ist nun deutlich lauter, so dass man die gestern gebaute Lautstärke-Regelung gleich sinnvoll nutzen kann. Ich wünsche meinen Lesern einen guten Start in die Woche

Tag 19

Am heutigen Tag befindet sich wieder ein Transistor hinter der Tür. Nun haben wir einen NPN und einen PNP Transistor. Damit bauen wir nun eine vollständige Lautstärkeregelung über 2 Berührungs-Sensoren. Langsam wird der Platz auf dem Steckbrett knapp und man muss aufpassen, dass man alles richtig steckt. Ich versuche meine Schaltung immer nach dem Schaltplan aufzubauen und weniger nach der Zeichnung. Deshalb sieht es bei mir manchmal ein bisschen anders aus. Die Schaltung tut, was sie soll und man kann nun bequem die Lautstärker erhöhen oder verringern. Es stellt sich außerdem heraus, dass die Taster nicht wirklich für das Steckbrett geeignet sind. Bei mir springen sie immer wieder mal raus. Gibt es da einen Trick oder muss man einfach vorsichtig sein?

Tag 20

Tür Nummer 20 wird heute geöffnet und es erscheint: ein weiterer Widerstand. Wieder einmal schalten wir damit die LED von dunkel nach hell. Auch hier wieder meine Vermutung, dass in den nächsten Tagen mehrere Bauteile benötigt werden und nun ein sinnvolle Verwendung gefunden werden muss. Das ist sicherlich keine einfache Aufgabe und ich finde es toll, wie Burkhard es immer schafft, die Schaltung trotzdem sinnvoll zu erweitern. Am heutigen Tag wird auch der MC34119 weiter erklärt und die Schaltung wird so optimiert, dass die Verstärkung nun noch größer ist.

Tag 21

Heute gibt es einen weiteren Transistor, mit dem wir einen weiteren Berührungsschalter bauen. Damit lässt sich das Radio in den Standby Modus schalten. Eingestellter Sender und Lautstärke bleiben dabei erhalten. So langsam wird das Radio damit wirklich benutzbar. Leider habe ich vor ein paar Tagen den Verstärkerbaustein falsch gesteckt, so dass ich heute nicht genug Platz hatte, den Berührungsschalter an der gleichen Stelle zu montieren, wie in der Anleitung. Deshalb steckt das bei mir an einer anderen Stelle. Mal gucken, ob das in den nächsten Tagen auch noch geht, ohne alles wieder umzubauen :-) Habt einen schönen Donnerstag.

Tag 22

Hinter der heutigen Tür kommt ein weiterer Transistor zum Vorschein. Mit diesem soll die LED je nach Betriebszustandes des Radios an und ausgeschaltet werden. Und heute rächt sich auch mein falscher Aufbau auf dem Steckbrett. Ich habe keinen freien Platz mehr, um den Transistor vernünftig einzubauen. Ich werde deshalb die Schaltung heute Abend noch einmal neu aufbauen und dann ein Foto nachreichen. Heute morgen war da nicht genug Zeit für. Deshalb gibt es heute auch noch kein Foto :-)
Habt einen schönen Freitag.

Tag 23 + 24

Nun hat mich doch der Weihnachtsstress erwischt. Ich bin noch nicht dazu gekommen, die Schaltung der letzten beiden Tage aufzubauen. Ich hoffe, ich kann das in den nächsten Tagen nachholen. Ich möchte aber schon mal ein Fazit ziehen. Der Kalender hat wieder sehr viel Spaß gemacht und man hat wieder ein bisschen was gelernt. Wie schon vorher geschrieben, ist es Burkard gut gelungen auch an Tagen, an denen nur Bauteile gesammelt wurden, eine sinnvolle Schaltung zu bauen. Schöner wäre natürlich noch gewesen, Taster anstatt der Berührungsschalter zu verwenden, aber das ist vermutlich dann auch eine Kostenfrage. Ich kann mir vorstellen, dass das Budget für den Kalender sehr knapp kalkuliert ist.

Allerdings sollte man den Titel des Kalenders noch einmal überdenken. Dieser ist ja "Retro-Radio". Bis auf das Pappgehäuse im Retro Look hat das Radio allerdings mit Retro nicht viel zu tun. In den Chips steckt moderne Technik und mit dem Radioempfang selbst, mit Schwingkreisen und Abstimmungen hat man gar nichts mehr zu tun. Mini-Radio wäre vielleicht ein passenderer Begriff.

Noch eine Idee für das nächste Jahr: Wie wäre es mit einem Adventskalender für Funkamateure. So gibt es ja für wenig Geld VHF/UHF module, mit denen man sich scheinbar ein eigenes Funkgerät aufbauen kann: Siehe hier. Vielleicht lässt sich daraus ja auch ein Adventskalender gestalten.

Damit endet meine Berichtserie über den UKW-Radio Adventskalender für dieses Jahr. Ich wünsche all meinen Lesern und vor allem dem Autor des Kalenders, Burkard, ein schönes Weihnachtsfest und alles gute für das neue Jahr.

vy 73 de DK3ML

3 thoughts on “Franzis UKW Radio – Adventskalender 2017

  1. Die Spule sollt eine gewisse Selektivität und Anpassung am Eingang erreichen. Der blanke Eingang ist relativ hochohmig und fängt alles ein. Man kann sogar mit einem starken Impuls einen Absturz verursachen. Die kleine Spule schließt schon mal alles weit unter 80 MHz kurz. Damit wird das Radio störsicherer. Und zusammen mit der kurzen Antenne kann sich eine Resonanz im UKW-Bereich ergeben. In dem Fall würde die Signalspannung bei kurzer Antenne größer. Aber eine genaue Anpassung ist schwierig und meist auch nicht nötig. Man kann bei einem sehr schwachen Sender die Spule verbiegen und so nach der Resonanz suchen.

  2. Die Taster sitzen nicht sehr fest, und das kann mit den üblichen Produktionstoleranzen etwas variieren. Wenn ich einen Taster locker aufsetze, kann er noch etwa 1,5 mm tiefer gedrückt werden. Normalerweise reicht das, damit er nicht rausfällt, außer wenn die Kontakte des Boards schon sehr geweitet sind. Wenn ich die Pinne des Schalters gerade biege, werden sie etwas länger, dann habe ich etwa 2 mm, es hält dann etwas besser. Aber die beste Lösung wäre natürlich, vier längere Drähte anzulöten.

  3. In den letzten Wochen habe ich am Radiokalender 2018 gearbeitet. Ich verrate es schon mal: Der Endverstärker muss ein anderer werden, weil immer mehr Bauteile nur noch als SMD zu bekommen sind. Es wird ein LM386, deshalb läuft das Radio mit 9 V. Und dann braucht man natürlich einen 3V-Regler für den Radiochip. Alles wird dadurch anders. Ich setze im nächsten Jahr mehr Tastschalter ein.
    Das ist nicht einfach, alle Funktionen mit auf das Steckboard zu bekommen. Ich dachte schon, das passt nicht, aber dann habe ich doch noch eine Anordnung gefunden, mit der es geht. Ich arbeite dabei sozusagen rückwärts. Zuerst muss der 24. Dezember gut funktionieren, also der volle Aufbau. Und dann nehme ich an jedem Tag ein Teil raus, das dann hinter den Türchen liegen soll. Das ist der Grund, warum man in aufsteigender Richtung manchmal eine andere Anordnung sinnvoller finden kann. Manches erklärt sich erst wieder an einem späteren Tag, auch warum manche Bauteile zwischendurch mal andere Aufgaben übernehmen mussten. Das kam in diesem Blog sehr schön zur Sprache.
    Herzlichen Dank für die schönen Bauberichte! Und ein schönes Weihnachtsfest mit viel Ruhe und Freude!

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